Pfadfinder im Ostergarten

Ostern 2020 – was war da nochmal? Ich durchforste meine Erinnerung, aber da ist nichts. Nur Bilder von geschlossenen Kirchentüren, eine leere Pfadfinderwiese und ein ungewohnt ruhiges Festessen. Und der Nachhall eines Versprechens: Nächstes Jahr dafür umso schöner!!!

Ostern 2021 – wird das noch was? Unfassbar, ein Jahr ist vergangen, gefühlt hat sich jedoch nichts verändert. Während man sich innerlich noch mit dem Gedanken einer offenen Innenstadt anfreundet, hört man schon wieder die ersten Schreckensnachrichten. Hört die sich erneut schließenden Kirchentüren, hört die sich verschließenden Herzen. Dumpf und hohl. Doch, eine Sache hat sich verändert. Der Tunnel, in dem man steckt, scheint finsterer, länger. Das Licht am Ende kleiner. Man selbst einsamer. Lohnt es sich, sich auf dieses Licht zu fokussieren, den Mut nicht zu verlieren, weiterzugehen?

Nein, lohnt es nicht! Denn menschliche Hoffnung wird dich enttäuscht! Diese Hoffnung ist wandelbar und flüchtig, klein und schwach. Wir richten unseren Blick auf, an den Punkt, wo andere die bedrückende Tunneldecke vermuten. Und wir sehen dort das siegreiche Kreuz, unverrückbar steht es dort, fest und für alle Zeit gültig! Dahinter, ein offener Himmel, ein Weg zum Vater in das himmlische Reich selbst! Ein Weg zum Ursprung von Wahrheit, Liebe und Hoffnung. Sich auf dieses Licht zu fokussieren, das lohnt! Diese Hoffnung vertröstet dich nicht auf nächstes Jahr, sie setzt dich frei und bringt dich in Aktion.

Frei und aktiv, so wollen wir Ranger unsere Zeit füllen! Und da unsere Wiese unter dem offenen Himmel Gottes liegt, ist es dieses Jahr möglich einen Ostergarten zu veranstalten. Die Vorbereitungen beanspruchten Tage, eine Menge Ressourcen und jeden Funken Kreativität, um unseren Vorstellungen wie dem Hygienekonzept gerecht zu werden. So entstanden elf Stationen, an denen die Kids die Ostergeschichte hautnah miterleben konnten. Sie tauchten ein in die Farben eines orientalischen Marktes, liefen jubelnd über ausgebreitete Kleidung, erspürten die Wut, mit der Jesus den Tempel reinigte, die Andacht beim letzten Mahl. Und sie erlebten die beklommene Einsamkeit, als sie allein einen dunklen Tunnel passierten, die Scham, als Petrus sein Wort brach und die scheinbare Endgültigkeit eines Grabes.
Doch am Ende war das Grab leer! Jesu Tod ist kein Abschluss, sondern ein echter Neubeginn! Endlich durften die Kinder ihren schweren und unbequemen Stein, den sie von Beginn an tragen mussten, vor dem Kreuz ablegen und mit Worten der Hoffnung im Herzen ein Festmahl genießen!

Stationen

Geschichte

Inspiriert und ermutigt wurden wir für diese Aktion durch Esther. Sie hat uns 100 Exemplare von Ihrem Kinderbuch „Timo geht in den Ostergarten“ gesponsert. Davon konnten wir auch wieder einen Teil an den Kindergarten Regenbogen in Pivitsheide weitergeben. Bärbel hat diese Idee aufgegriffen und für uns im Detail aufgearbeitet.

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